Ernst Mantel: "Ha komm!"

Der erfolgreiche Kabarettist Ernst Mantel kehrte an seine ehemalige Schule, das Rosenstein-Gymnasium Heubach, zurück und begeisterte mit seinem neuen Programm Hunderte von Zuhörern. Nach "Ernst Unernst" konnte er nun mit "Ha komm!" das Heubacher Publikum für sich gewinnen.

Von Laura Rodríguez Knödler

Zuletzt war Ernst Mantel - nach eigenen Angaben Komödiant, Liedermacher und Schwabe - zusammen mit Werner Koczwara als Vereinigtes Lachwerk Süd zu Besuch beim Schulverein SaRose und unterhielt schon 2012 ein großes Publikum. Auch sein dritter Auftritt am Rosenstein-Gymnasium war für so viele Anlass zu kommen, dass mehrere Klassenzimmer leer geräumt werden mussten. 

Stellenweise biegen sich die Leute vor Lachen, wenn Ernst Mantel erklärt, wie es so ist in der Welt der Erziehenden, der Besserwisser und der Vergesslichen.  (Foto: Ute Ziegler; © Gmünder Tagespost)

"Voller Spannung" begrüßte ihn Schulleiter Johannes-Josef Miller den ehemaligen Zögling der Schule. Dargeboten wurde eine perfekte Mischung aus Altbekanntem, das erweitert wurde mit frischen Ideen und neuen Liedern: Nicht nur neue Songs und Sketche bekam das Publikum zu hören, auch manche, bei den regelmäßigen Besuchern und Fans mittlerweile bekannte Klassiker wie "Scheissabach" oder "Anthony" führte Ernst Mantel zur Freude aller auf. Allein der erste Programmpunkt, passenderweise ein Lied mit dem Namen "Anfang", sorgte für viele Lacher. Mantel baute mehrere vermeintliche Schlüsse ein und das Publikum fiel prompt mehrmals darauf rein und begann stets an der falschen Stelle zu klatschen. Selbsttironisch und mit einem Augenzwinkern erzählt Mantel in seinen Lieder von ganz alltäglichen Situationen, von Menschen und ihren Macken. 

Ob es die Vergesslichkeit ist, die manche an den Tag legen oder die Schwierigkeit, Sprichwörter und Redewendungen richtig anzuwenden oder das passende Geschenk zu finden - Mantel spricht auch in seinem neuen Programm dem Publikum aus der Seele und gibt Lebensweisheiten preis: Auf der Suche nach einem optimalen Mitbringsel treibt es der Kabarettist inzwischen so weit, dass er Gutscheine für einen Gutschein verschenkt, oder eben Dinge, die er selber gerne hätte, damit sie - nach einigen Runden des Weiterverschenkens - wieder bei ihm landen. Auch Anspielungen auf das tägliche Politikgeschehen kamen nicht zu kurz, und so verteidigte Mantel die Schwaben in einer "Offensive gegen irrationale Schwabenressentiments".

Die Begeisterung und die vergossenen Lachtränen waren so groß, dass Schulleiter Miller den Kabarettisten auch nach drei Zugaben nur schweren Herzens, und nur unter der Bedingung, bald wieder zu kommen, gehen ließ.

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